Alchemilla - hinter dem lateinischen Namen des Frauenmantels steht auch eine Gruppe von Frauen im Biosphärenpark Großes Walsertal, die sich gemeinsam dem Thema Kräuter widmet.
Diese Frauen wollen die Vielfalt der Natur- und Kulturpflanzen sichtbar machen, alte und neue Nutzungsweisen und damit die Bedeutung, die Pflanzen für Menschen haben können. Damit stehen sie in guter Tradition, denn schon über Generationen hinweg waren es insbesondere Frauen, die Kräuter nutzten und ihr Wissen tätig weitergaben.
Alchemilla ist auch ein Projekt von und für Frauen: Austausch, gegenseitige Anerkennung und Stärkung, ebenso wie eigenbestimmte Erwerbsmöglichkeiten - das will Alchemilla für die beteiligten Frauen bieten.
Die Pflanze Alchemilla, der Frauenmantel, ist seit jeher den Frauen gewidmet und gilt als Hüterin von Fruchtbarkeit und Geburt. Einer der Volksnamen der Pflanze - Liebfrauenmantel - verweist auf die Schutzmantelmadonna. Unter ihrem Schutzmantel kann sich das Leben entwickeln und entfalten.
Den Wert der Kräutervielfalt vermitteln
Die Kräuterinitiative
Alchemilla entstand im Jahr 2006 aus dem Engagement der Kräuterpädagogin Susanne Türtscher heraus. Unter ihrer Leitung fand sich alsbald eine Gruppe tatkräftiger, kräuterliebender- und kundiger Frauen zusammen, die es sich zum Ziel setzten, ihr Kräuterwissen weiterzugeben und den besonderen Wert der Pflanzenvielfalt zu vermitteln.
In den Jahren 2007 und 2008 wurde das Kräuterprojekt von dem Gemeindenetzwerk "Allianz in den Alpen" - im Rahmen des Projektes Dynalp² - finanziell unterstützt."Allianz in den Alpen" ist ein Zusammenschluss von Gemeinden und Regionen aus 7 Staaten des Alpenraums, dessen Mitglieder – gemeinsam mit den BürgerInnen – versuchen, den alpinen Lebensraum zukunftsfähig zu entwickeln.
Die Kräuterinitiative Alchemilla – derzeit bestehend aus 13 Frauen – versucht, das häufig verborgene Wirken der Frauen sichtbar zu machen, ihre Intuition zu stärken und den behutsamen Umgang mit dem Leben zu fördern.